Schawis Förderer verlässt ProSiebenSat.1

MÜNCHEN – Er war das Lieblingskind von Medienmogul Heim Saban, dem neuen Eigentümer der ProSiebenSat.1-Gruppe. Doch damit ist es jetzt offenbar vorbei: Urs Rohner verlässt den Fernsehkonzern per Ende April – auf eigenen Wunsch.

Urs Rohner holte den Schweizer Medienpionier Roger Schawinski nach Berlin. Das hatte Folgen: Harald Schmidt, Late-Night-Talker und eines der Aushängeschilder von Sat.1, verliess den Sender, weil sein Freund Martin Hoffmann wegen Schawi gehen musste.

Das alles spielte im letzten September noch keine Rolle, weil man das alles noch gar nicht wusste. Damals aber verlängerte Heim Saban den Vertrag von Urs Rohner vorzeitig bis Ende 2006. Weil dieser, wie Heim erklärte, sein uneingeschränktes Vertrauen genoss.

In der Tat hatte sich die ProSiebenSat.1-Gruppe in den letzten zwei Jahren unter Rohners Führung trotz der Insolvenz des früheren Besitzers, der Kirch Gruppe, erfolgreich behauptet und weiterhin schwarze Zahlen geschrieben. Im letzten Geschäftsjahr verdreifachte der Schweizer sogar den Gewinn.

Doch jetzt ist offenbar wieder alles anders. Zwar ist nicht genau bekannt, was zum Rücktritt Rohners per Ende nächsten Monat führte. Offiziell heisst es, er wolle «eine neue berufliche Herausforderung bei einem international tätigen Großunternehmen in seiner Heimat Schweiz anzunehmen».

Und Schawinski? Sitzt der jetzt noch fest im Sattel, wo sein Förderer weg ist? Das wird wohl erst die Zukunft zeigen.

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