Laetitias Castas Die Makellose

Laetitias Castas

Nach Mager-Models und Heroin-Schick wurde Laetitia Casta mit ihrer ungeschminkten Natürlichkeit zum neuen Superstar der Szene.

Laetitias Castas Körper ist nur von wenig Stoff umhüllt. Was bei anderen Models vulgär aussehen würde, wirkt bei ihr sexy. «Ich glaube nicht an Gott, aber wenn ich Laetitia sehe, bin ich mir nicht mehr so sicher», sagt die englische De-signerin Vivienne Westwood.
Sie schwärmt nicht alleine. Laetitia Casta gilt als das Supermodel unserer Tage. Und sie hat die besten Chancen, es auch im neuen Jahrzehnt zu bleiben. Nach Magermodels, Heroin-Schick und dem jüngsten Elite-Skandal überzeugt die 21-jährige Korsin mit einer eigen-willigen Mischung aus Natürlichkeit, Charme und Dickköpfigkeit. Eine erotische Kindfrau, wie man sie seit Brooke Shields nicht mehr gesehen hat.

Innerhalb von nur drei Jahren wurde aus dem unbekannten Mädchen ein Star. Schon ihre erste grosse Werbekampagne für die US-Kleiderfirma Guess brachte ihr den Durchbruch. Heute reissen sich die weltbesten Fotografen um sie. Der eben erschienene Bildband «Laetitia Casta» gibt einen Einblick in ihre glamouröse Karriere.
Ähnlich wie ihre Kollegin Cindy Crawford, die sich am Anfang ihrer Karriere weigerte, ihren Schönheitsfleck zu operieren, steht auch Casta zu einer gewissen Unperfektion. Sie hat einen schiefen Schneidezahn.

Make-up hasst sie. Damit kokettiert so manches Model. Doch Casta meint, was sie sagt. Bei ihrem Auftritt bei «Wetten, dass …?» vor einigen Wochen war sie kaum geschminkt und wirkte mit glänzender Nase und rosa Backen eher wie ein Schulmädchen denn wie ein Superstar. Mit ihrer Natürlichkeit verdient La Casta ein geschätztes Jahreseinkommen von 36 Millionen Franken. «Sie ist ein Phänomen», sagt Vincent Weber, Chef der französischen Niederlassung von Castas US-Model-Agentur Madison. «Auf Männer wirkt ihr Sexappeal, Frauen lieben ihren Charme und ihre Natürlichkeit.»

«Sie ist anders als alle anderen im Geschäft», ist auch Dominique Casta, Laetitias Vater, überzeugt. Er muss es wissen. Schliesslich vertritt er die Tochter in geschäftlichen Belangen. «In einem Business, wo alles künstlich ist, will das Publikum das Frische, das Echte.»
Castas Management verzeichnet täglich bis zu zehn Anfragen. 1999 hatte der Jungstar gerade mal drei Tage frei. «Ich könnte das ganze Jahr in Amerika arbeiten», sagt sie. Doch eine zu lange Abwesenheit von ihrer Umgebung hält sie nicht aus. «Ich brauche Europa, ich liebe Frankreich und Korsika.»

Vor kurzem wurde Casta zur neuen Marianne, der Schutzmatrone Frankreichs, gekürt. 36 000 Bürgermeister wählten sie als Modell für eine neue Büste des Nationalsymbols. «Das ist eine grosse Ehre für mich», sagt Casta. «Marianne steht für die Werte der Französischen Revolution, die die Grundlagen für ein vereintes Europa bilden.»

Ihr mediterraner Hintergrund prägt ihr Leben. Der Vater bestimmt einen grossen Teil ihrer Karriere, enge Familienbande sind ihr wichtig. Sie lebt noch heute bei ihren Eltern in der Nähe von Paris und hat nur ein kleines Appartement in London. Casta hält sich an seriöse Lebensregeln, die Ausschweifungen verbieten. Eben kaufte sie in in ihrem Heimatdorf im Norden Korsikas ein Landhaus, das sie als Kind nie betreten durfte. «Meine Urgrossmutter arbeitete dort als Putzfrau und Wäscherin.» Als sich die kleine Laetitia doch einmal einschlich, wurde sie entdeckt: «Damals schwor ich mir, dieses Haus einmal zu kaufen.» Kaum erwachsen geworden, hat sie sich diesen Traum schon erfüllt.

Casta verkörpert die tugendhafte Französin, die weder raucht noch Alkohol trinkt. Auch durch Bettgeschichten machte sie bisher nicht von sich reden. Und sie pflegt ihr makelloses Image: «Ich gehe abends nie in Discos. Was macht man, ausser sich anzufassen und später miteinander ins Bett zu gehen?» Oder noch schlimmer: «Die Leute sitzen rum, rauchen, trinken und labern, am nächsten Morgen haben sie einen dummen Kopf.»
An weltlichen Gelüsten lockt sie einzig die Küche. Sie liebt es, deftig zu essen: «Salat ist nichts für mich, ich bin doch kein Kaninchen.» Die Lust auf Köstliches ist vererbt. Ihre Mutter stammt aus Frankreichs Norden, ihre Urgrossmutter aus der Toskana. Von hier stammt auch Castas Flair für alles Italienische: «Ich koche sehr gerne mit viel Knoblauch.»

Zumindest während Dreharbeiten hält sie sich damit zurück. Ihre Filmkarriere startete Laetitia Casta 1998 an der Seite von Gérard Depardieu in «Asterix und Obelix». Der Film wurde ein Kassenschlager. Casta spielte darin die liebreizende Falbala. Sie verkörpert die Unschuld nicht nur im richtigen Leben. Entsprechend bescheiden sind ihre Ansprüche ans Leben. «Ich bin kein Prada-Girl und brauche weder Chanel noch Gucci.» Shopping verabscheut sie, am liebsten hat sie Flohmärkte, um Ausgefallenes für ihre Familie und Freunde zu entdecken. «Ich möchte das Leben für mich geniessen, dazu brauche ich morgens eine Dusche und putze mir die Zähne.» Schräger Schneidezahn inklusive.

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