Geld muss fliessen

Geld muss fliessen

Wenn kein Geld fliesst, wird nicht investiert, werden keine neue Maschinen gekauft und keine neuen Produkte auf den Markt gebracht. Wenn also den KMU nicht genügend Geld zur Verfügung gestellt wird, stagniert die Wirtschaft. Das wissen die Banken und haben ihre restriktive Kreditpolitik gelockert. Das Schlüsselwort dafür heisst Kreditrating. Seither werden Kredite nicht mehr wie noch in den achtziger Jahren zu einem Einheitszins vergeben, sondern zu einem Zins, der die faktischen Kosten deckt. Je höher die Ausfallwahrscheinlichkeit eingeschätzt wird, desto höher das Risiko und damit der Zins. Für kerngesunde Firmen mit einer hohen Eigenkapitalquote hat das System den Vorteil, dass sie nicht mehr die weniger sicheren Kredite, welche Drittfirmen erhalten, quersubventionieren. Das heisst aber auch, dass mehr Geld von Privaten als Eigenkapital in die KMU-Szene fliessen muss, denn gerade die Schweizer Unternehmen haben verglichen mit dem Ausland eine extrem tiefe Eigenkapitalbasis.

Für wachstumsträchtige Projekte ist der Kapitalbedarf aber meist derart hoch, dass es nicht genügt, wenn die Firmeninhaber, Mitarbeiter, Freunde und Bekannte Geld ins Unternehmen einschiessen. Da ist Risikokapital gefragt. Und dafür sind die Banken nicht die richtigen Ansprechpartner, sondern die auf die Wagnisfinanzierung spezialisierten Management-Gesellschaften und Fonds. Für alle, die sich mit der ausserbörslichen Kapitalbeschaffung auseinandersetzen, wurde der Swiss Venture Capital Guide 2000/01 geschaffen. Darin werden die Grundbegriffe erklärt sowie die Arbeitsweise und Auswahlkriterien der Venture-Capital-Gesellschaften. Auf rund 140 Seiten werden zudem die Adressen der Beteiligungsgesellschaften, Wirtschaftförderungsstellen und weiteren Anlaufstellen aufgeführt. Bestellungen über Internet werden unter der Adresse http://www.innonet.ch/ventureguide entgegengenommen.

Hilfe und Tips erhalten KMU-Chefs und vor allem Jungunternehmer am MIT Enterprise Forum vom 12. November 1998 um 17.30 Uhr im Rathaus Basel. Dort präsentieren zwei junge Biotechnologiefirmen ihren Businessplan. Anhand der Businessplan-Analysen können die Zuhörer Rückschlüsse auf ihre eigenen Projekte und Firmen ziehen. Interessenten können sich im hier anmelden.

Noch zu oft agieren die KMU im Alleingang. In vielen Fällen könnten die Unternehmens-Ziele über Kooperationen, sei es in der Entwicklung, in der Produktion, im Marketing, Vertrieb oder Verkauf, schneller erreicht werden. Doch es ist nicht einfach, die richtigen Kooperations-Partner zu finden. Deshalb wurde die KMU-Boerse geschaffen, die offline und online mögliche Partner kostengünstig vermittelt. Das Projekt, an dem sich auch das Wirtschaftsmagazin BILANZ beteiligt, steht unter dem Patronat der Stiftung KMU Schweiz. Die KMU-Boerse nimmt am 1. Januar 1999 offiziell ihren Betrieb auf. Einträge können aber schon jetzt zu einem Spezialpreis gemacht werden. Die Informationen sind auf Internet unter der Adresse http://www.kmu-boerse.com abrufbar oder über die Hotline 0800 880 111.

Das Exportgeschäft wird für die Firmen immer entscheidender. Speziell auch, weil der Heimmarkt äusserst klein ist. Wie man als Jungunternehmer den Auslandmarkt erobert, ist an einer speziellen Seminarreihe mit acht Abendveranstaltungen der Stiftung Technopark Zürich zu erfahren.

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