Erste WAP-Handys im Test

WAP

WAP – Internet auf dem Handy – ist derzeit in aller Munde, dafür geeignete Mobiltelefone aber noch rar. Der TA konnte drei testen.

Viel wird über die neue WAP-Technologie geredet, doch die Praxis ist ernüchternd: WAP-Handys sind noch kaum in den Läden. Immerhin: In Kürze solls besser werden, wird versprochen.

Der TA konnte die ersten Geräte von Nokia, Ericsson und Motorola testen. Zunächst das Nokia 7110: Mit 141 g weder extrem leicht noch klein, liegt es mit seinen runden Konturen gut in der Hand. Das 7110 ist ein leistungsfähiges Dualbandhandy: Vibrationsalarm, Infrarot/Modem, Kalender usw. sind dabei, für die komfortable Eingabe von Text ist eine T9-Worterkennung eingebaut. Praktisch: Bei einem Anruf lässt man die Tastaturabdeckung aufspicken, das Zusammenschieben beendet die Verbindung. Einziger Nachteil: Die Tastatur ist etwas eng, grosshändige Leute vertippen sich leicht.

Sehr angenehm ist das grosse Grafikdisplay. Über das neuartige Navigationsrädchen scheiden sich die Geister – dem Tester persönlich gefällt es: Nach etwas Training rollt man damit sehr intuitiv durch Menüs und Texte, wobei man das Rolltempo selbst regulieren kann. Mit 749 Franken ist das 7110 nicht besonders billig, aber ein solides, für einen WAP-Erstling gelungenes Gerät.

Ganz anders präsentiert sich das Ericsson R320s: 95 g leicht und nur 15 Millimeter dünn. So ultraflach ist das Gerät allerdings nur mit dem leistungsschwächsten Akku. Das Gehäuse ist elegant, liegt aber etwas kantig in Hand und Tasche. Das Display ist etwas kleiner als beim Nokia 7110, die Funktionen ansonsten ähnlich umfangreich. Der Terminkalender lässt sich mit der PC-Agenda abgleichen. Worterkennung fehlt, doch dafür ist die Tastatur schön geräumig. Eine Besonderheit: Zehn Nummern lassen sich über Spracheingabe wählen. Die Bedienungsweise ist bei Handys stets auch Geschmacksache; das Blättern durch Texte über die Tasten erschien dem Tester weniger komfortabel als mit dem Nokia-Roller. Mit einem Preis von um die 1000 Franken liegt das Ericsson deutlich über den anderen WAP-Geräten.

Das Motorola Timeport P7389 ist im Prinzip das letztjährige Modell L7089, dem nun noch ein WAP-Browser spendiert wurde. Als Dreibandhandy unterstützt es auch die in Amerika üblichen 1900-MHz-Frequenzen. Das Motorola ist 109 g leicht, sehr handlich, wenn auch etwas “militärisch” gestylt. Die übrigen Funktionen wie Spracheingabe und Kalender-Synchronisation ähneln dem Ericsson. Klarer Schwachpunkt ist das kleine Display, denn gerade für WAP gilt: Grösser ist besser. Mit 690 Franken ist es dafür das günstigste der drei.

Über die Qualität der jeweiligen WAP-Funktionen lässt sich leider noch wenig Bestimmtes sagen. Bei allen drei kam es beim Testen immer wieder zu Ausfällen und Fehlern. Doch lässt sich kaum eruieren, welche Probleme nun bei der Handysoftware und welche bei den getesteten WAP-Zugängen von Swisscom und Sunrise lagen, die noch nicht hundertprozentig stabil scheinen. Für erste WAP-Gehversuche taugen alle Geräte allemal – wenn man sie dann endlich bekommt . . .

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