BH-Körbchengrössen

BH-Körbchengrössen

Der Ex-Verkaufsdirektor von Triumph, Walter Schaffhauser, kennt sich mit BH-Körbchengrössen und Migros-Unterhosen von Männern aus.

–: Sie hatten jahrelang den Traumjob vieler Männer: Wer kann schon Frauen von Berufs wegen auf den Busen schauen?
Werner Schaffhauser: Für dieses Privileg habe ich den so genannten Marktforschungs-Blick entwickelt. Früher hatte meine Frau wenig Verständnis, dass ich unterwegs anderen Damen auf die Oberweite schaute.

–: Dann haben Sie wohl auch einen Röntgenblick für das, was bei den Frauen darunter ist?
Schaffhauser: Bei transparenten Blusen sehe ich an den Spitzen und der Form, um welches Modell es sich handeln könnte. Und die Grösse kann ich auch abschätzen.

–: In der Branche heisst es, 80 Prozent aller Frauen seien nicht mit den BH-Körbchen-grössen vertraut.
Schaffhauser: Wir haben immer wieder festgestellt, dass Konsumentinnen ungenaue Grössen angeben. Oder sie haben keine Ahnung, was für sie geeignet wäre. Für optimales BH-Tragen ist die richtige Grösse aber Voraussetzung.

–: Sie behaupten also, dass die meisten Schweizerinnen die falsche BH-Grösse wählen?
Schaffhauser: Das ist leider oft der Fall, weil Selbstbedienung in Dessous-Läden die Regel ist. Vor allem junge Frauen kaufen häufig das falsche Produkt oder die falsche Grösse. Körbchen-Grösse 75D kann man nicht durch 80C ersetzen, weil die Unterbüstenweite in jedem Fall stimmen muss.

–: Schweizer gelten als Dessous-Muffel. Besonders Männer, die ihre Unterhosen oft von Frauen gekauft bekommen.
Schaffhauser: Eine traurige Tatsache. Marktforschungen ergaben, dass rund 70 Prozent aller Herren-Unterwäsche von Frauen gekauft wird. Das liegt an den Billigpreis-Produkten: Die Migros verkauft 30 Prozent aller Männer-Unterhosen. Wenn die Frauen nämlich beim Lebensmittel-Einkauf sind, schlagen sie bei Aktionsangeboten für Männer-Unterhosen zu und denken: Für den Alten reicht das schon! Und selber tragen sie teure Spitzenunterwäsche.

–: Für Spitzenunterwäsche wird heute unverblümt Werbung gemacht. Das war zu Beginn Ihrer 37-jährigen Karriere nicht der Fall?
Schaffhauser: Noch Anfang der Siebzigerjahre durfte man keine Plakate mit Dessous-Werbung aufhängen, besonders in der katholischen Innerschweiz nicht. Frauenvereine sind Kopf gestanden. Die späteren Aufklärungskampagnen und die Oben-ohne-Welle machten den Busen salonfähig.

–: Hatten Sie noch nie einen Autounfall, weil Sie zu lange auf ein Unterwäsche-Plakat gestarrt haben?
Schaffhauser: Das wäre ja eine Katastrophe, wenn ich wegen einer attraktiven Werbung einen Unfall bauen würde.

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