Also doch: Bush lässt Pannen untersuchen

Die US-Geheimdienste lieferten den Grund für Bushs Irak-Feldzug. Nur wurden bis jetzt keine Massenvernichtungswaffen entdeckt. Jetzt lässt George W. Bush die Geheimdienstpannen untersuchen. Kostet dies gar Dick Cheney den Kopf?

George W. Bush gibt dem öffentlichen Druck nach und lässt die Arbeit seiner Geheimdienste unter die Lupe nehmen. Hintergrund: Der zurückgetretene US-Waffeninspekteur David Kay bekräftigte letzte Woche seine Meinung, dass es im Irak vor dem Krieg keine Massenvernichtungswaffen gegeben hat (Blick Online berichtete ). Die Bush-Regierung hat aber den Krieg immer mit der Existenz dieser Horror-Waffen gerechtfertigt und sich dabei auf Geheimdienstinformationen berufen.

Jetzt soll überprüft werden, was die USA vor dem Irak-Feldzug über das Regime von Saddam Hussein gewusst hat und was seit der Invasion herausgefunden wurde. Abgeordnete der Republikaner und der Demokraten sprachen sich beide für eine solche Untersuchung aus.

Die Präsidentenwahl im November erhöht den Druck auf die Regierung, auch unbequeme Fragen zu beantworten. Ist das Weisse Haus bei der Suche nach verbotenen Waffen in Irak falschen Geheimdienstinformationen aufgesessen oder hat es diese gar selbst in Auftrag gegeben? Die Demokraten nennen als mutmasslichen Verantwortlichen der falschen Geheimdienstberichte über Iraks Waffenpotenzial Vizepräsidenten Dick Cheney.

Bereits haben sich die ersten Skeptiker gemeldet: Der frühere Waffenexperte David Albright warnt, die Regierung könne ein endgültiges Urteil über die Geheimdienste auf lange Zeit hinauszögern. Albright ist sicher, dass die Geheimdienstinformationen, die Bush seinerzeit vorgelegen hätten, zu einer Rechtfertigung des Irak-Krieges nicht ausgereicht hätten.

Die Opposition im britischen Unterhaus drängt Premierminister Tony Blair, es dem US-Präsidenten gleich zu tun. Auch die Informationen des Geheimdienstes ihrer Majestät sollen untersucht werden. Denn auch diese wollten Massenvernichtungswaffen in Saddam Händen wissen. Die Blair-Regierung lehnt eine solche Untersuchung ab.

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